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Hybridität

Hybridität: Resultat der Hybridisierung. Eine „Mischform“ der eigenen und der fremden Identität, die dabei über diese beiden hinausgeht.

„Hybridität hat keine derartige Perspektive von Tiefe oder Wahrheit zu bieten: sie ist kein dritter Begriff, der die Spannung zwischen zwei Kulturen oder die beiden Szenen des Buches in einem dialektischen Spiel der „Erkenntnis“ auflöst.“ (Bhabha 2000: 168)

„Hybridität ist der Name für diese De-plazierung des Wertes vom Symbol zum Zeichen, die zur Aufspaltung des dominanten Diskurses entlang der Achse seines Vermögens führt, repräsentativ, autoritativ zu sein.“ (Bhabha 2000: 168)

 Hybridisierung: Der Prozess der Neubildung von Identitäten durch Aushandlung.

Bhabha, Homi K. (2000): Die Verortung der Kultur. Tübingen: Stauffenburg.


Hybridisierung/ Hybridität und Dritter Raum

Hybridität/Hybridisierung und Dritter Raum (Bhabha) aus postmoderner Interkulturalitätsdiskussion in Nord- und Lateinamerika zielen auf ähnliche Prozesse

Dynamiken des Prozesses kultureller Aneignung auch fremdsprachlicher Elemente

Bsp. Interkulturelle Produktivität des Lebens und Schreibens im Exil, transitorische Identitäten, multikulturelle Lebenswelten

Stärker als Begriffe Kulturtransfer, métissage und Synkretismus: keine vorgegebenen Entitäten (Kulturräume, Ethnien) --> Prozesse der Grenzüberschreitungen

Multiple kulturelle Identitäten, multikulturelle Räume = grundlegende Porosität kultureller und sprachlicher Grenzen; Phänomene der Metropolen

Literaturen: machen auf Relevanz der Übersetzung aufmerksam – hier: multikulturelle und polyphone Sozialisation der Autoren

Lüsebrink, Hans-Jürgen: „Kulturraumstudien und Interkulturelle Kommunikation“. In: Nünning, Ansgar/Nünning, Vera: Konzepte der Kulturwissenschaften. Stuttgart: Metzler 2003, S. 307-328, hier: S. 322-325